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Wissen · Altersvorsorge

Rentenlücke schließen – mit etwas, das im Ruhestand weiter zahlt.

Kurz beantwortet

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was Sie im Ruhestand monatlich brauchen, und dem, was aus gesetzlicher Rente, Versorgungswerk oder Betriebsrente netto ankommt. Eine vermietete Immobilie adressiert sie anders als ein Sparplan: Ist das Darlehen bis zum Renteneintritt getilgt, erzeugt sie eine laufende Einnahme, die nicht aufgebraucht wird.

Die Rechnung, die jeder einmal machen sollte

Stellen Sie drei Zahlen nebeneinander: was Sie heute monatlich netto zum Leben brauchen, was laut Renteninformation voraussichtlich ankommt, und die Differenz. Diese Differenz ist Ihre Rentenlücke – und sie fällt nicht einmal an, sondern jeden Monat, über zwanzig Jahre oder länger.

Zwei Dinge werden fast immer unterschätzt: Die Rente wird versteuert, und der zu versteuernde Anteil steigt jahrgangsweise. Und auch im Ruhestand gibt es Inflation.

Warum eine Immobilie anders wirkt als eine Sparrate

Eine Sparrate baut einen Betrag auf, den Sie später entnehmen – irgendwann ist er aufgebraucht. Eine vermietete Wohnung erzeugt stattdessen eine laufende Einnahme, die nicht endet, weil ein Depot leer ist.

Der Punkt, den die meisten übersehen

In der Ansparphase zahlt ein erheblicher Teil der Rate nicht Sie, sondern der Mieter. Ist das Darlehen getilgt – idealerweise zum Renteneintritt –, bleibt die Miete abzüglich der laufenden Kosten. Genau deshalb lohnt sich der Kauf früher mehr als später: Die Tilgungsdauer muss vor den Ruhestand passen.

Was dagegen spricht

Eine Immobilie bindet Kapital, ist nicht kurzfristig verfügbar und bringt Verwaltungsaufwand mit. Es gibt Mietausfall, Instandhaltung und Leerstand. Wer in fünf Jahren vielleicht auswandert, keine Rücklage für eine defekte Heizung hat oder ein stark schwankendes Einkommen, sollte das nicht mit einer finanzierten Wohnung angehen.

Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Wie sich eine Immobilie in Ihrem Fall auswirkt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Immobilien sind eine langfristige Anlage; Wertentwicklung und Mieteinnahmen sind nicht garantiert.

Baumbestandener Boulevard mit Gründerzeitbauten und Straßenbahn in der Abenddämmerung

Erst die Lage und die Miete. Dann die Steuer.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist es zu spät für eine Kapitalanlage-Immobilie?

Eine feste Grenze gibt es nicht, aber eine praktische: Die Finanzierung sollte bis zum Renteneintritt im Wesentlichen getilgt sein, und Banken schauen genau darauf. Je später der Einstieg, desto mehr Eigenkapital oder höhere Tilgung braucht es.

Wie hoch ist meine Rentenlücke?

Die Ausgangszahl steht in Ihrer Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung oder bei Ärztinnen und Ärzten beim Versorgungswerk. Wir rechnen sie mit Ihnen gegen Ihren heutigen Bedarf.

Ist eine Immobilie sicherer als ein ETF-Sparplan?

Anders, nicht sicherer. Eine Immobilie schwankt im Wert weniger sichtbar, ist dafür illiquide und konzentriert. Ein Depot ist breit gestreut und jederzeit verfügbar. Beides nebeneinander ist häufig sinnvoller als die Entscheidung für eines.

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