BETONGOLDELITE Investment-Call
Weißes Architekturmodell eines Wohnhauses mit Grundriss, Messinglineal und Füller

Ratgeber · Rendite · 5 Min.

Bruttorendite berechnen – und warum sie allein nicht reicht.

Kurz beantwortet

Die Bruttomietrendite ist die Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Beispiel: 12.000 Euro Jahreskaltmiete ÷ 300.000 Euro Kaufpreis = 4,0 Prozent. Sie ist ein schneller Vergleichswert, berücksichtigt aber weder Kaufnebenkosten noch nicht umlagefähige Kosten, Finanzierung oder Steuern – dafür braucht es die Nettomietrendite und eine Cashflow-Rechnung.

Die Formel

Bruttomietrendite = Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

Die Jahresnettokaltmiete ist die monatliche Kaltmiete mal zwölf – ohne Betriebskosten, die der Mieter ohnehin trägt. Maßgeblich ist die tatsächlich erzielte oder am Markt realistisch erzielbare Miete, nicht eine Wunschmiete aus dem Exposé.

Die Nettomietrendite

Nettomietrendite = (Jahresnettokaltmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

Nicht umlagefähig sind typischerweise Verwaltergebühr, Instandhaltungsrücklage und Reparaturen, gegebenenfalls ein Mietausfallwagnis.

Beispiel

PostenWert
Kaufpreis300.000 €
Kaufnebenkosten (7 %)21.000 €
Kaltmiete1.000 € / Monat
Jahresnettokaltmiete12.000 €
Nicht umlagefähige Kosten2.000 € / Jahr
Bruttomietrendite12.000 ÷ 300.000 = 4,0 %
Nettomietrendite10.000 ÷ 321.000 = 3,1 %

Warum die Rendite allein nicht reicht

Die Rendite sagt nichts über die Qualität der Miete (ist sie am Markt nachhaltig?), über die Substanz (steht eine Sanierung an?), über den Standort (ist die Nachfrage in zehn Jahren noch da?) und über Ihre persönliche Lage (Finanzierung, Steuersatz). Eine hohe Rendite ist oft der Preis für ein Risiko.

Eigenkapitalrendite und Cashflow

Für Kapitalanleger entscheidend ist am Ende, was nach Finanzierung und Steuern passiert: Welcher monatliche Cashflow bleibt, wie viel wird getilgt, wie verzinst sich das eingesetzte Eigenkapital? Diese Rechnung machen wir im Erstgespräch mit Ihren Zahlen – am konkreten Objekt.

Allgemeine Information, keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Stand: 27.9.2026.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Bruttomietrendite?

Eine pauschal gute Zahl gibt es nicht. In gefragten Großstädten sind niedrigere Renditen üblich, weil die Nachfrage als stabiler gilt; in kleineren Märkten sind höhere Renditen oft der Ausgleich für höheres Leerstandsrisiko. Entscheidend ist das Verhältnis von Rendite und Risiko am konkreten Standort.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?

Die Nettomietrendite zieht von der Jahreskaltmiete die nicht umlagefähigen Kosten ab und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Kaufpreis plus Kaufnebenkosten. Sie liegt deshalb immer unter der Bruttomietrendite.

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